Ziele von Wissensmanagement

Der Idee von Wissensmanagement liegt die Ansicht zugrunde, dass Wissen eine wertvolle Ressource darstellt. Anders als Güter und auch im Gegensatz zu Informationen kann diese Ressource nicht einfach durch Handel erworben oder durch diesen vermehrt werden. Deshalb ist Wissensmanagement etwas anderes als Informationsmanagement.

Seine Ziele bestehen darin, Wissen zu erwerben, entwickeln, speichern und nutzen. Der Wissenstransfer spielt dabei eine wichtige Rolle. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen von Wissen:

  • Explizites Wissen: Dabei handelt es sich um dokumentiertes und reproduzierbares Wissen. Beispiele dafür sind Arbeitsanweisungen oder Berichte.
  • Implizites Wissen: Implizites Wissen speist sich aus den Erfahrungen und dem Können einzelner Arbeitnehmer. Es ist zunächst in den Köpfen des Einzelnen gespeichert und schwer reproduzierbar beziehungsweise teilbar.

Für organisatorisches Wissen ist der Austausch von implizitem und explizitem Wissen zentral. Dabei gilt es, implizites Wissen in explizites umzuwandeln und so in ein kollektives Wissen zu überführen. Andernfalls ist es nur in der Form einzelner Fachkräfte verfügbar, die leicht von anderen Unternehmen abgeworben werden können. Geschieht das, ist das betreffende implizite Wissen verloren. Auf der anderen Seite führt Wissensmanagement dazu, dass sich explizites Wissen in verinnerlichtes implizites Wissen umwandelt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ausformuliertes Wissen zur eigenen Routine wird.